Clamecy entlang der Wasserläufe - Deutsch Audio Preview

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Claude Tillier, pamphlétaire et écrivain

Claude Tillier et "Mon Oncle Benjamin".

Vor Ihnen erhebt sich die Büste von Claude Tillier, die im Jahre 1905, im Beiseindesfranzösischen Ministers für öffentliche Bildung, Schöne Künste und Kultur, Herrn Bienvenu-Martin, eingeweiht wurde.

Claude Tillier, Pamphletist und Schriftsteller, aber auch Journalist, wurde im Jahre 1801 in Clamecy geboren. Er ist der Autor des Buches Mein Onkel Benjamin, das für das Kino verfilmt und von Jacques Brel im Jahre 1969 interpretiert wurde. Ursprünglich befand sich das Denkmal einige Meter weiter oben. Bei den Sanierungsarbeiten der Straße in den Jahren 2011-2012 wurde es versetzt und seine Springbrunnen wieder in Betrieb gesetzt. Im Cafe À Mon Oncle Benjamin entdecken Sie illustrierende Wandmalereien aus dem Roman von Claude Tillier; diese wurden im 20. Jh. von dem lokalen Künstler Robert Pouyaud ausgeführt.

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De la Ville Haute à la Ville Basse

Découvrez les anciennes murailles médiévales de Clamecy.

Sie gelangen jetzt an den Ort der ehemaligen Stadtmauer. Den Durchgang, den Sie durchschritten haben, verbindet die Oberstadt mit der Unterstadt.

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Le port des Jeux

Descente vers le canal du Nivernais

Beachten Sie zu Ihrer Rechten das sogenannte Haus "La Grand Cour", welches den Platz überragt. Dieses Haus mit seiner klassischen Architektur und seinem majestätischen Dachgiebel stammt aus dem Jahre 1742 und war einst im Besitz von mehreren Holzhändlern in Clamecy. An der Grundstücksgrenze befindet sich ein Taubenschlag.

An der Unterseite verlief einst der Nivernais-Kanal vom Port des Jeux durch die Stadt.

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Histoire du canal et du flottage du bois

Le flottage du bois à l'origine du canal du Nivernais

Entdecken Sie den Canal du Nivernais und seinen Jachthafen. Der Bau des Kanals begann im Jahre 1784. Die Arbeiten wurden während der Revolution eingestellt und im Jahre 1843 abgeschlossen. Dieser Wasserlauf diente der Flößerei von Holz aus den Wäldern an den Hängen der Loire bis zum Fluss Yonne und wurde schnell als Schifffahrtskanal für eine Verbindung zwischen dem Loire-Becken und der Seine genutzt.

Gegen 1835 durchquerte der Kanal Clamecy ausgehend vom Hafen bis zur Avenue de la République. Dieser für die Schifffahrt heikle und sanierungsbedürftige Kanalabschnitt wurde in den Jahren 1898 bis 1902 aufgefüllt. Heute dient der Canal du Nivernais ausschließlich dem Flusstourismus. Hier sehen Sie die Ecluse des Jeux und ihre Drehbrücke.

Widmen wir uns einige Minuten dieser Wirtschaftsaktivität...

Zu Beginn des 16. Jh. fehlte es in Paris aufgrund des Wirtschaftswachstums und des Bevölkerungszuwachs an Heizholz. Die Hauptstadt wendet sich folglich dem Morvan-Gebirge und seinen Wäldern zu. Aber wie bekam man das Holz anders als mit dem viel zu teuren Fuhrwesen in die Hauptstadt ? Nach mehreren Versuchen und Ausbauarbeiten, um die Flüsse und Nebenflüsse der Yonne flößbar zu machen, erreichte Mitte des 16. Jh. der erste Holz-Flößerzug Paris.

Nach Öffnung der oberhalb gelegenen Seen gelangten die in die Gebirgsbäche des Morvan beförderten Baumstämme über die Yonne nach Clamecy. In den Häfen der Stadt und ihrer Umgebung (d.h. auf einer Strecke von zehn Kilometern) wurden sie entsprechend den Kennzeichnungen der Eigentümer aus dem Wasser gezogen und gestapelt. Von dort aus stellten die Flößer Flößerzüge zusammen, d.h., Flöße mit einer Länge von 75m und einer Breite von 4.50m, die nach einer zwölftägigen Reise in Paris eintrafen.

Diese Aktivität dauerte nahezu vier Jahrhunderte an. Eine Ausstellung im Museum von Clamecy vergegenwärtigt die Geschichte dieses herausragenden Abenteuers in Bildern. Zögern Sie nicht, sie sich anzuschauen.

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La rencontre de l'Yonne et du canal

Jean Rouvet devant le pertuis de Clamecy

Das Schleusenwerk von Clamecy befindet sich zu Ihrer Rechten. Dieses Bauwerk wurde für die Schifffahrt benutzt und diente dazu, den Wasserstand des Flusses auf einem gewissen Niveau zu halten, die Baumstämme zu stoppen oder ein "Durchschleusen" zu bewirken, d.h., Wassermengen für den Weitertransport der Flößerzüge einzubringen.

Auf dem Felsplateau zwischen der Yonne und dem Kanal befindet sich die Bronzebüste von Jean Rouvet; ihm ist es zu verdanken, dass die Flößerei-Wirtschaft sich entwickeln konnte. In den Jahren 1828 bis 1945 thronte seine Büste auf der Pont de Bethléém. Sie ist das Werk des berühmten Bildhauers David d'Angers. Hier eine kleine Anekdote : Da für die Ausschreibung zur Errichtung des Bauwerks nicht genügend Gelder bereitstanden, schlug der Künstler für die Fertigung einer Büste von Jean Rouvet vor, eine Büste von Napoleon zu verwenden, und die Kleider zu ändern. Dieser Vorschlag wurde umgesetzt."

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Le quartier de Bethléem

L'église Notre-Dame-de-Bethléem et la faïence traditionnelle de Clamecy

Auf der anderen Kanalseite erhebt sich die im Jahre 1926 erbaute Kirche Notre-Dame-de-Bethléem. Sie ist die 2. Kirche Frankreichs aus Stahlbeton nach Le Raincy und wurde von dem diözesanischen Architekten Georges Théodore Renaud aus dem Nièvre erbaut. Ihre Kuppeln und ihre gerundeten Strebebögen zeugen von orientalischem Einfluss. In der Tat wurde Reynier, der 9. Bischhof von Bethlehem in Palästina aus dem Heiligen Land vertrieben und fand im Jahre 1223 in Clamecy Zuflucht. Daraufhin wurde das kleine Bistum von Bethléem-les-Clamecy gegründet, das sich bis zum Konkordat im Jahre 1801 hielt.

An der Seite der Brücke sehen Sie die in den Stein geritzten Hochwassermarken der Yonne. Die Yonne trägt in die Seine durchschnittlich 93 KubikmeterWasser pro Sekunde ein. Da der Durchfluss der Yonne am Zufluss der Seine über deren liegt, fließt geografisch gesehen die Seine in die Yonne.

Auf der Pont de Bethléem sehen Sie die Flößer-Statue mit seinem Floßhaken, einem Werkzeug mit langem Griff, das dazu diente, die Holzstämme ans Ufer zu ziehen oder sie in die Strömung zu schieben. Auf dem Place de Gravière entdecken Sie die traditionellen Keramikwaren von Clamecy, die von dem Unternehmen Colas der gleichnamigen Familie von Alain Colas stammen, dem berühmten Seefahrer aus Clamecy, der im Jahre 1972 die Transatlantik-Einhand-Regatta gewann und im Jahre 1978 auf der Route-du-Rhum auf hoher See verscholl. Sein Geburtshaus ist das große weiße Haus auf der rechten Flussseite, an der Ecke zwischen dem Parkplatz und dem Quai.

Am Ende dieser Straße sehen Sie zu Ihrer Rechten das große Bürgerhaus. Es ist ein sehr typisches Haus der reichen Bürger von Clamecy, dass Ende des 19. Jh. gebaut wurde. Es wurde von Victor Morillon gebaut, dessen Schifffahrtsgeschäft sehr florierte. Unter dem Giebel des 3. Dachfensters können Sie sein Monogramm "VM" erkennen. Gemeinsam mit einem anderen Flussschiffer namens Corvol gründete er das Transportunternehmen Morillon-Corvol, das die Baustellen im Großraum von Paris über die Seine mit Baumaterialien versorgte.

Sie befinden sich jetzt in der Rue Jules-Renard, dem Autor des berühmten Romans Poil de Carotte. Jules Renard stammt gebürtig aus Chitry-les-Mines in der Nähe von Clamecy, und man sagt, dass er die Inspiration zu seinem Roman aus seiner Kindheit im Nièvre geschöpft hat. Diese Straße konnte im Jahre 1838 aufgrund der Verfüllarbeiten des dort entlang fließenden Flussarms der Yonne gebaut werden.

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Ökomuseum der Holzflößerei - Espace Flottage

Ökomuseum der Holzflößerei - Espace Flottage

Nur wenige Dutzend Meter von der ehemaligen Druckerei Laballery entfernt, in der sich heute der lokale Radiosender Flotteurs FM (91,0 MHz) befindet, liegt das Holzflößerei-Ökomuseum, das von den Vereinen Flot'Escale und der Confrérie Saint-Nicolas betrieben wird. Besuche sind nur nach Vereinbarung möglich; bitte rufen Sie unter +33 7 44 76 62 54 an.

Der heilige Nikolaus ist der Schutzpatron der Schiffer und Holzfäller. Die Bruderschaft wurde 1737 gegründet. Ihr heutiges Ziel ist es, die traditionsreiche Geschichte der Holzfällerei durch Modelle, Ausstellungen und Aktivitäten zu bewahren und zugänglich zu machen. Der Verein Flotescale wurde im Januar 2011 mit dem Ziel gegründet, die touristische Entwicklung der Holzfällerregion zu fördern. Zu diesem Zweck vernetzt er lokale Vereine und Gemeinden in Projekten, die das kulturelle Erbe dieser Gegend – zu dem zweifellos die Holzfällertradition zählt – stärken. Er organisiert spektakuläre Veranstaltungen, die regelmäßig große mediale Aufmerksamkeit erhalten. Alle aktiven Mitglieder der beiden Vereine arbeiten ehrenamtlich.

Unweit dieses Ausstellungsgeländes wurde Holz aus den kleinen Flüssen Sauzay und Beuvron in losen Stämmen zu den Häfen von Clamecy transportiert. Die Straße, die senkrecht zum Beuvron verläuft, ersetzte den Nivernais-Kanal.

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Le quai des Îles

Quartier des anciens lavoirs

Sie haben soeben die Avenue du Général-Leclerc überquert, die im Jahre 1866 anlässlich des Baus des Bahnhofs angelegt wurde. In dieser Straße befindet sich ebenfalls die Post.

Sie befinden sich amQuai des Iles. Hier befanden sich einst Mühlen und Gerbereien. Beachten Sie den Überlauf der ehemaligen Nouhaud-Mühle, dort wo der Mühlgraben unter der Straße führt."

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L'ancienne École Royale Militaire

Aujourd'hui médiathèque François Mitterrand

Zu Ihrer Linken sehen Sie die Rückfassade der ehemaligen königlichen Militärschule, wo sich heute die Mediathek François-Mitterrand und die Sociétéscientifique befindet.

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La rivière le Beuvron

Le barrage du Beuvron

Sie gelangen nun zum Nadelwehr des Beuvron. Vor dem Jahr 1884 bestand der einzige Zugang für die Müller zu den Stauklappen über ein 40 cm breites, auf Steinblöcken gelegtes und die Oberseite des Damms überragendes Brett, ohne Geländer.

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Le Parc Vauvert

Partez à la découverte du Parc Vauvert

Sie befinden sich im ParcVauvert Gehen Sie um das Schloss herum. Dieses mehrere Hektar große Grundstück war einst im Besitz großer Notablen aus Clamecy, darunter der Marquis d'Argence und die Familie Tenaille-Saligny. Es wurde im Jahre 1943 von der Stadt aufgekauft. Im Jahre 2007 wurden große Arbeiten durchgeführt, um die Bürgertreffpunkte Espacesocial und das Centre de loisirs zu schaffen. Der Grünanlagen-Service in der Nähe des Schlosses scheut keine Mühe, um hier einen Vergnügungspark und einen Sportbereich zu gestalten.

Betrachten Sie das Stadtwappen von Clamecy in den Schmiedearbeiten an der Spitze des Tors mit folgender Blasonierung : auf azurblauem Hintergrund mit senkrecht angeordneten goldenen Scheinen befindet sich ein rotbewehrter goldener Löwe. Das Stadtwappen erscheint erstmalig auf dem Siegel von Wilhelm IV, Graf von Nevers und Auxerre, sowie Feudalherr von Clamecy; dies erklärt, warum diese drei Städte das gleiche Wappen tragen. Die Siegel des Prévôts von Clamecy übernehmen dieses Wappen im 13. Jh. und die Stadt verwendet es bis zur Revolution. Am 6. August 1809 wurde es offiziell erneut vom Gemeinderat übernommen.

Vor Ihnen erhebt sich der Turm der Stiftskirche Saint-Martin im prachtvollen Stil der Gotik. Auf seinem Turmgipfel sehen Sie seine dreifarbige Fahne. Zur Zeit der Revolution trugen die öffentlichen Gebäude und insbesondere der Turm Saint-Martin eine phrygische Mütze. Als der Nationalkonvent durch das Direktorium ersetzt wurde, beschloss man, diese Erinnerung an das Grauen zu entfernen. Folglich forderte das Direktorium im Jahre 1795 die Gemeinde auf, die phrygischen Mützen von den öffentlichen Gebäuden zu entfernen und sie durch eine dreifarbige Fahne aus Weißblech zu ersetzen. Nach langem Einsatz wurde sie durch eine Stoff-Fahne ersetzt, die seitdem im Wind flattert.

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Le pont du Beuvron

La collégiale Saint-Martin depuis le pont du Beuvron

Bewundern Sie das Steinkreuz auf der Pont du Beuvron. Im Jahre 1851 wurde es anlässlich der Jubiläumsprozession errichtet. Die Brücke stammt aus dem Jahre 1850 und hat jene aus dem 16. Jh. ersetzt, die kein Geländer besaß, was zu zahlreichen Unfällen führte. Im Jahre 1775 glitt das Pferd eines Händlers von der Brücke und riss den Wagen mitsamt Kutscher in den Fluss.

Sie befinden sich auf dem Quai des Moulins de la Ville, der kürzlich von der Gemeinde restauriert wurde. Zu Ihrer Linken, ausgehend vom Durchgang der Ausfallpforte waren Mühlen entlang der Stadtmauer erbaut. Man geht davon aus, dass sie von den Grafen von Nevers zwischen dem 8. und dem 10. Jh. erbaut wurden. Nach mehrmaligen Modernisierungsarbeiten wurde die Aktivität der Mühlen in den Jahren um 1960 eingestellt. An der Stadtmauer entlang wurden Terrassen-Gärten sowie eine private Brücke für den Eigentümerangelegt, über die er in die Felder gelangte.

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L'Abreuvoir

Découvrez le pont de l'Abreuvoir.

Hier befinden Sie sich auf Höhe der Pont de l'Abreuvoir. Um das Jahr 1813 erbaute die Stadt hier an Stelle des ehemaligen Holzübergangs diese Brücke. Ihren Namen" Abreuvoir à cheveaux“, zu Deutsch „Pferdetränke“ erhielt sie aufgrund ihres damaligen Zwecks.

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Les Promenades dominent le canal du Nivernais

Panorama sur la ville de Clamecy

Sie befinden sich jetzt auf dem Place des Victoires, der letzten Station unserer Besichtigung. Wie Sie sehen können, wurde der Parkplatz am Place des Promenades mit einer Mauer eingerichtet. Mitte des 18. Jh. wurde eine Straße geschaffen, um die Zugwagen davon abzuhalten, ins Stadtzentrum zu fahren. Im Jahre 1833 erhielt sie den Namen Rue de la Mirandole, nach, so sagt man, einer italienischen Stadt gleichen Namens, in der die Stadt Clamecy eine Befestigungsart entdeckte, bei der entlang den Stadtmauern Erdwälle aufgeschüttet wurden, wie bei den Promenaden von Clamecy.

Bevor wir uns verlassen, schlagen wir Ihnen vor, einen letzten Blick auf die Stadt zu werfen und die panoramische Aussicht zu genießen, die sich Ihnen am anderen Ende des Parkplatzes auf dem Place des Promenades bietet. Dort können Sie einen Teil des Parcours nochmals unter einem anderen Blickwinkel sehen.

Clamecy entlang der Wasserläufe - Deutsch Audio
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